die letzten Cedi auf den Kopf gehauen ;-)

Am Montag mussten alle arbeiten - nur wir konnten ausschlafen :-). Nach dem Frühstück haben wir uns dann auch irgendwann aufgerafft, unsere Koffer zu packen. Schlussendlich war das aber nur eine Angelenheit von 30 Minuten. Für zwei Uhr haben wir uns dann in Richtung Paloma Hotel gemacht. Das ist ein ziemlich nobles Hotel, in dessen Diskotek wir zuvor schon zweimal feiern waren. Im Restaurant waren wir mit einem Ghanaer (Daniel) zum lunch verabredet. Er hatte sich die Ehre, uns zum lunch ausführen zu dürfen, durch seine smarte aufgeklärte Meinung zu Themen wie Religion, Ebola und Schule sowie durch seine süße Art von seiner Freundin in New York zu erzählen und insbesondere auch durch sein witziges Lachen verdient. Rieke fand die Pizza dort grandios, Rebecca war sie mal wieder zu ungewürzt und griff gleich zu der Chilisoße... Nach dem Essen musste Daniel zur Toilette. Wir gingen ebenfalls und trafen ihn witziger Weise auf der Damentoilette wieder:-):-):-) "This is an unisex restroom, isn't it?" Da lag er leider falsch, aber wir haben uns alle sehr amüsiert!!! Danach mussten wir noch letzte Souvenirs am Karneshi market holen und dann ging es auch schon ab zum Abschiedsessen unserer hamburgischen Gastschwester Gesa. Mama Mina hat wieder die selber Leier wie immer runtergebetet und musste Namen und Projektstandort vom Zertifikat ablesen. Wir alle waren sehr traurig, dass das unser letztes Treffen mit ihr war^^ oder auch nicht.... Auf dem Weg nach Hause wollte wir unbedingt noch ein scharfes Gewürz kaufen. Ein freundlicher Ghanaer wollte uns unbedingt helfen, schleppte uns jedoch durch die halbe Stadt, ohne zu wissen, wonach wir genau suchen. Schlussendlich haben wir aufgegeben und ein Taxi nach Hause genommen. Wir wollten schließlich noch mit Schadi ein letztes Mal in die Bar gehen und unseren letzten Abend begießen. Da jedoch alle müde waren und der Wiskey alle war, blieb es bei einem Bierchen und einer Cola. Am Dienstagmorgen hatten wir keinen Plan für den letzten Tag und haben uns nach dem Frühstück nochmal ins Bett gelegt. Mama Joana und Abby gingen davon aus, dass wir im Besitz eines Schlüssels sind und verschlossen die Haustür von außen, damit keiner im Wohnzimmer sein Unwesen treibt, währenddessen wir schlafen. Leider hatten wir keinen Schlüssel und das Haus keine zu öffnenden Fenster. Wir waren eingeschlossen, ohne zu wissen, wann uns jemand befreien würde. Das Handy hatten wir Lulu zum Aufladen mit in die Schule gegeben:-( Aber sowohl Mama Joana als auch Abby hatten ihrs im Wohnzimmer liegen lassen, sodass wir sie auch anders nicht hätten erreichen können. Gott sei Dank kamen sie eine Stunde später wieder nach Hause. Dann konnten wir doch noch einen kleinen Sparziergang zum Supermarkt machen, um doch noch ein paar Gewürze als Souvenirs zu kaufen. Die letzten Cedis mussten ja weg;-) Danach konnten wir Mama Joana noch bei der Zubereitung von Planteinballs ( frittierte Bananan) beoachten. Zum verfrühten Abendessen gab es um 15 Uhr Spaghetti mit Tomaten-Eier-Soße und Gemüse. Leider diesmal kalt:-( aber lecker! Draußen konnten wir noch ein paar Sonnenstrahlen genießen bevor wir uns auf den Weg ins kalte Deutschland machten. Am Flughafen angekommen mussten wir gleich erfahren, dass unser Flug gecancelt wurde:-) Unterschwellige Panik machte sich bei uns beiden breit. Darauf hatten wir beide nämlich so gar keinen Bock. Aber Gott hat es gut mit uns gemeint und uns stattdessen mit Lufthansa auf einen Direktflug nach Frankfurt geschickt:-) Der Airbus 330-200 bot leckeres Essen und aktuelle Filme, die individuell zu jeder Zeit verfügbar waren!!! Luxus pur! Mit einem frühen Anschlussflug nach Hamburg waren wir dann vier Stunden früher zuhause als ursprünglich geplant:-) Am Flughafen wurden wir dann von unseren geliebten boyfriends abgeholt:-) Die Freude über das Wiedersehen war groß, aber es bedeutete auch: Wir werden uns fast drei Tage lang nicht sehen :-0 Nach zwei Monaten 24 h am Tag ist das eine laaange Zeit. Aber am Freitag sehen wir uns ja schon wieder, wenn es heißt: Halloween-Welcome-Back-Party!!!!

1 Kommentar 29.10.14 20:00, kommentieren

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Beerdigung auf Ghanaisch

Heute morgen mussten wir früh aus den Federn, denn es sollte erst zur Kirche und dann zur Beerdigung von Mama Joanas Tante gehen. Abfahrt sollte um acht Uhr sein. Als wir dann fertig zur Abfahrt waren, hieß es dann jedoch: Mama Joana will schonmal Suppe für abends vorkochen, wir lassen die Church ausfallen. Zehn Minuten später hattr sich dann Abby bereit erklärt abends zu kochen. Also sollte es doch zur Church gehen. Lulu und Mama Joana fingen nun  also an sich fertig zu machen. Zwischendurch kam dann ein Anruf, dass alle schon bei der Beerdigung seien: Also doch keine Church. Um zehn ging es dann also endlich zur Beerdigung,  auf der wir mit zwei Stunden Verspätung ankamen. Wir fanden es prima, da wir uns so zwei Stunden Kirche sparen konnten ;-) Die verbliebene Stunde Kirche haben wir dann genutzt, um eine Art Broschüre zu lesen, in welcher Angehörige ziemlich schlechte Texte zum Abschied von der im August verstorbenen Tante verfasst hatten. Anschließend ging es raus. Auf einem Platz waren Pavillons aufgebaut unter denen sich mehrere Stuhlreihen befanden. Zwei Stunden lang wurde dort gesessen und gewartet, während so laute Musik gespielt wurde, dass man sich anschreien musste, um etwas zu verstehen. Während wir so warteten, mussten wir uns zweimal umsetzen, da die entsprechenden Sitzreihen nun bestimmten Personengruppen (arbeitskollegen, Pastoren) zugewiesen werden sollten. Nach zwei Stunden geschah dann endlich mal etwas: Es wurden Tüten verteilt. Jeder erhielt eine solche mit Reis, einem Snack und drei Getränken.  Danach war Schluss und die Leute traten langsam den Heimweg an. Vor lauter Langeweile haben wir sogar nicht mal daran gedacht Fotos zu machen^^. Am Nachmittag haben wir dann noch kurz Lilo besucht, die mit Malaria flach liegt. Nun liegen wir alle mit Halskratzen von der Regendusche gestern im Bettchen..  unsere vorletzte Nacht *juhu und :'-(*

1 Kommentar 26.10.14 21:04, kommentieren