Safari oder Trotrofahren fuer Fortgeschrittene und die grosse Kunst des Wartens

So meine Lieben, lang lang ist es her. Wir hatten am Wochenende ein wenig mit Netzproblemen zu kaempfen. Nachdem wir in Tamale ein leckeres Fruehstueck genossen haben, ging es um 13:00 Richtung Metro Mass Station, da der Bus um 13:30 los fahren sollte... Dreimal duerft ihr Raten, wie lange wir dort gesessen haben: Der Bus kam um sechs! Waehrend wir alle vie schon mit mega langen Fressen auf den Warteplaetzen sassen, waren die Ghanaer noch froehlich am rumtanzen. So ist das halt in Ghana. Nachdem es dann um sechs endlich los ging, waren wir auch nach drei Stunden Fahrt schon im Mole Nationalpark. Netter Weise konnten wir sogar noch ein paar Spaghetti mit Tomatensosse essen. Leider waren sie nicht ganz so lecker und mussten mit einer Flasche Ketchup in Eigenarbeit abgeschmeckt werden. Kaputt von der ganzen Warterei ging es dann auch fix in die Haia. Der naechste Tag wurde mit einem gemuetlichen Fruehstueck eingeleitet. (Rebecca der Vielfrass musste sich natuerlich mal wieder extra Brot bestellen). Um elf startete dann unsere erste Safari. Mit dem Jeep ging es in den Nationalpark. Wir sassen alle oben auf dem Dach. Gesehen haben wir ganz viele Pumbas, Antilopen, Monkeys und Streifenhoernchen. Nachmittags wurde noch ein wenig die Sonne am Pool genossen, bis das taegliche Gewitter uns ins Hotelzimmer vertrieben hat. Abends haben wir uns dann trotzdem zur Nachtsafari angemeldet und sogar Krokodile gesehen. Es war aber generell abenteuerlich, durch ūden dunklen Wald auf dem Dach eines Jeeps zu fahren. Wir sassen ganz vorne und haben das ein oder andere Spinnennetz mitgenommen. Zum Glueck waren die Bewohner der Netze zu diesem Zeitpunkt immer nicht zuhause. Am Samstag ging es dann auf die Safari zu Fuss. Vier Stunden lang ging durch das hohe Gras auf der Suche nach einem Elefanten, der morgens (also bevor wir los sind, was um sieben war). Gesichtet wurde. Unsere Bilanz: Fussspuren und Kacke des Elefanten und gaaaaanz viele Mueckenstiche und Fliegenbisse. Der Elefant wollte nicht rauskommen -.- Dafuer waren die ganzen Guards aber sehr beeindruckt von unserer Laufkraft Zeit im Internetcafe ist aufgebraucht: Gleich mehr! so: jetzt geht es weiter ;-) Nach dem ganzen Gelaufe wurde dann erstmal der Lunch geordert. Zu den Pommes brauchten wir natürlich Ketchup. Uns viel dann gleich eine halbe Flasche zum Opfer. Erschöpft und gesättigt lagen Schadi und Marie dann im Bett, während es uns wieder an den Pool verschlagen hat ;-) Nachdem Rebecca einmal im Pool war, wurde dieser von Dänen bevölkert. Ein netter Herr mit Vollbart saß ganz klischeehaft mit Bier in der Hand im Schwimmreifen, während ein anderer mit extravaganter Rückenbehaarung auftrumpfte. In den Pool zog es uns daher nicht mehr ;-) Das Relaxen wurde nur durch einen Affen unterbrochen,  der plötzlich am Pool auftauchte und ein Saftpäckchen mitgehen ließ, als alle sich panisch zurückzogen.  Nach dem Abendbrot ging es dann schnell ins Bettchen, um noch ein wenig Schlaf zu bekommen. Der Bus nach Tamale sollte um drei Uhr nachts abfahren. Also hieß es schon um viertel nach zwei wieder aufstehen. Der Bus fuhr tatsächlich um drei los, allerdings war in Damongo erstmal wieder Pause angesagt. Seelenruhig wurde dort eineinhakb Stunden darauf gewartet,  dass der Bus sich füllt. In Tamale angekommen mussten wir dann feststellen, dass der nächste VIP-Bus erst um vier Uhr nachmittags nach Accra fuhr. Also hieß es wieder warten. Dazu ging es wieder in das Restaurant von der Hinfahrt. Dort wurde gefrühstückt,  Cola getrunken und Mittag gegessen. Mit Kartenspielen und einer kleinen Babykatze zum rumalbern haben wir es dann auch irgendwie geschafft die Zeit zu überbrücken.  Um fünf Uhr ging es dann zurück nach Accra. Aus einer friedlichen Nacht mit einer Mütze Schlaf wurde allerdings nicht viel. Alle dreißig Minuten hielt der Bus an, um die Plastikplame zu richten, die provisorisch ein Fenster ersetzte (zwischenzeitlich mussten auch mal die Glasreste entfernt werden, die noch feststeckten). Nach zwölf Stunden kamen wir dann bei Pieselregen in Accra an. Da der Bus aber irgendwo in Accra hielt, mussten wir noch auf ein Trotro umsteigen und eine gewisse Wegstrecke zu Fuß meistern, bis wir bei Mama Mina ankamen. Ihre "Bediensteten" guckten nicht schlecht, als sie aufstanden und uns schon am Frühstückstisch sitzend entdeckten. Nach einer guten Stärkung ging es dann ab ins Internetcafe (siehe erster Teil des Berichtes). Vollkommem erschöpft kamen wir dann um zehn wieder zuhause an, nur um festzustellen, dass keiner da war und wir keinen Schlüssel hatten.  Also erstmal eine Cola trinken, um wieder auf die richtige Bahn zu kommen. Geistesgegenwärtig wie wir nun waren, liefen wir zum Krankenhaus, in dem Gesa arbeitet, und holten uns ihren Schlüssel ab. Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Stern des Haarverlustes. Unseren Rastas wurde der garaus gemacht. Leider fielen mit den Rastas auch so einige unserer Haare -.- Nun brauchen wir erstmal Erholung von der Erholung ;-) Guts Nächtle :-*

 

 

 

 

20.10.14 11:10

Letzte Einträge: Reisetipps für Wli, Reisetipps Mole, Abschied von den lieben Kleinen, Spannung und Entspannung auf ghanaisch, Beerdigung auf Ghanaisch, die letzten Cedi auf den Kopf gehauen ;-)

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