America in Accra und ein Tag der gleichen Gedanken

Dieses Wochenende sind wir mal in Accra geblieben, um ein bisschen Zeit mit unserer Gastfamilie verbringen zu können. Am Freitag ging es aber zumächst noch zu zweit nach Osu, um den African Market zu besuchen. Nachdem der Trotrofahrer mal wieder gesagt hatte "I know, I know", uns aber wieder irgendwo im Nirgendwo rausgeschmissen hat und uns die Taxifahrer konsequent in verschiedene Richtungen geschickt hatten, haben wir den Markt als nicht mehr existent abgestempelt und sind in die Osu Mall gegangen.  Nach einer Stärkung mit Frozen Joghurt ging es dann noch mal in den Shopright und wieder heim. Abends war dann big Party mit Lilo und Lulu angesagt. Dazu ging es natürlich erstmal in die Bar und dann weiter in zwei verschiedene Clubs, wo wir dann zu afrikanischer Musik die Hüften schwingen konnten. Neben den Kerlen, die uns aufgrund einer Abfuhr als "boring Germans" betitelten,  gab es auch nette Bekanntschaften. So hat der eine in Deutschland Abitur gemacht und hat erzählt wie schrecklich es für ihn war immer mit einem Orangenen Fahrrad zur Schule fahren zu müssen ( Fahrrad fahren ist in Ghana etwas verpönt) ;-). Zudem haben wir ein Mädel aus Hamburg getroffen, die in Deutschland geboren ist und ghanaische Eltern hat und nun hierher ausgewandert ist. Nach drei Stunden Schlaf hieß es dann aufstehn. Mit Mama Joana und Abby ging es  zum Brunch. Wir waren einfach mal viel zu spät,  so dass kaum noch etwas da war. Zudem wurden mal wieder unglaublich bescheurte Reden gehalten (Der Redner schien sich für eine Art Jesus zu halten).  Wir haben uns wie kleine Kinder gefühlt,  die nicht ruhig sitzen und zuhören können ;-) An diesem Tag kam Rieke auch zu ihrem neuen Namen "America". Die Ghanaer haben mit vielen Namen so einige Schwierigkeiten.  So wird aus Sandrina häufig Sandy, aus Schadi Schadib und aus Marieke nun neuerdings "America", wie Mama Joana Rieke nun immer vorstellt. Der Rest des Tages wurde dann verschlafen bzw lesend verbracht. Heute morgen durfte Mama Joana ihr Herzenswunsch erfüllt: Wir sind mit in die Kirche gekommen.  Auf dem Weg dorthin ging dem Taxifahrer einfach mal das Benzin aus. Wir haben es aber *oho* trotzdem noch rechtzeitig geschafft. Vor der Messe wurden wir noch zu einer Privataudienz beim obersten Bischoff geladen, um persönlich Willkommen geheißen zu werden. Die Predigt war diesmal nicht schlecht und das ganze Gesinge dazu macht auch Spaß :-) Als Neulinge mussten wir am Ende nach vorne kommen und haben eine Getränk spendiert bekommen. Bis dahin war alles gut, doch dann mussten wir einem Meeting beiwohnen, bei dem einer Pastorin gedankt wurde. Diese hielt danach mal wieder eine der typischen Propagandareden, in der besonders die ungläubigen Europäer (fester Blick auf uns) ihr fett weg bekamen. Folglich hatten wir erneut kein positives Erlebnis in Bezug auf die Kirche hier. Nach dem Meeting ging es dann nach Tema zu Mama Joanas alter Jugendliebe,  die wohl nie so ganz aufgehört hat zu brennen ;-) Zusammen mit seinem Cousin,  der gerade wieder aus England zurück gezogen ist, ging es noch auf eine super leckere Pizza und Spaghetti Bolognese, die den (trotz der doofen Pastorin) recht schönen Tag abgerundet haben. Das absolut besondere an diesem Tag war jedoch etwas ganz anderes. Bisher haben wir zwei vor allem damit geglänzt, dass wir ständig aneinander vorbei geredet haben, was den ein oder anderen schon köstlich amüsiert hat. Heute haben wir in erstaunlich vielen Dingen dieselben Gedanken gehabt.  Das amüsiert wiederum Abby, die schon sagt, wir wären wie Zwillinge ;-) Morgen ist mal wieder ein freier Tag (warum weiß keiner, ist ja aber auch eigentlich egal). Den werden wir dann endlich mal nutzen, um zum Strand zu fahren :-)

6.10.14 00:34

Letzte Einträge: Reisetipps für Wli, Reisetipps Mole, Abschied von den lieben Kleinen, Spannung und Entspannung auf ghanaisch, Beerdigung auf Ghanaisch, die letzten Cedi auf den Kopf gehauen ;-)

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jutta (6.10.14 22:11)
Na da möchte man zu gern mal Mäuschen sein und einmal Mama Joana und die anderen Mädels, ein Trotro, die Prediger in der Kirche und alles anderen Beteiligten eurer netten Reiseberichte zu live zu erleben! Auf jeden Fall vielen Dank, dass ihr uns alle so unterhaltsam in eure Abenteuer im fernen Afrika miteinbezieht! Noch eine gute, interessante, erholsame, bereichernde Zeit!
Liebe Grüße Mama Jutta

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen